// Backend · 2026
Die beiden meistgewählten Backend-as-a-Service-Plattformen im Jahr 2026. Eine basiert auf Postgres und ist Open Source, die andere ist Googles Veteranen-NoSQL-Stack. Auf welchen solltest du bauen?
Aktualisiert: April 2026 · 10 min Lesezeit
↓ Zum Fazit springenKurzüberblick
| Kategorie | Supabase | Firebase |
|---|---|---|
| Datenbank | PostgreSQL (SQL) Gewinn | Firestore (NoSQL) |
| Mutterunternehmen | Supabase (unabhängig) | |
| Open Source | Ja (Apache 2.0) Gewinn | Nein |
| Selbsthosting | Ja (Docker, Full Stack) Gewinn | Nein |
| Auth-Anbieter | 20+ (E-Mail, OAuth, SSO) | 15+ (E-Mail, OAuth, Telefon) |
| Echtzeit | Postgres-Änderungen + Kanäle | Firestore-Listener (reif) Edge |
| Speicher | S3-kompatibel | GCS-gestützt Edge |
| Edge Functions | Deno-basiert | Cloud Functions (Node/Python) Edge |
| Vektor / KI | pgvector eingebaut Gewinn | Vertex AI-Integration |
| Kostenlose Stufe | 500 MB DB, 1 GB Speicher | Spark: 1 GB Speicher, Pay-as-you-go-Lesezugriffe |
| Kostenpflichtiger Plan startet | $25/Monat (Pro) | Blaze: nur Pay-as-you-go |
| Mobile SDKs | Flutter, Swift, Kotlin | Tiefgehende native SDKs Gewinn |
Übersicht: Postgres vs Firestore
Supabase und Firebase sind die beiden führenden Backend-as-a-Service-Plattformen im Jahr 2026. Beide bieten Datenbank, Authentifizierung, Dateispeicher, serverlose Funktionen und Echtzeit-Abonnements, sodass du Apps ohne Server ausliefern kannst. Der Kernunterschied liegt in der Datenbankschicht: Supabase basiert auf PostgreSQL, der weltweit vertrauenswürdigsten{open-}source-relationalen Datenbank. Firebase nutzt Firestore, einen proprietären NoSQL-Dokumentenspeicher.
Supabase wurde 2020 gestartet und wuchs schnell unter dem Motto "eine Open-Source-Firebase-Alternative". Firebase gibt es seit 2011 (2014 von Google übernommen) und verfügt über die tiefgehende Integration mit mobilen SDKs, die nur ein Jahrzehnt Iteration bieten kann.
Datenbank
Postgres bietet SQL, Fremdschlüssel, Transaktionen, JSON-Spalten, Volltextsuche und das riesige Postgres-Erweiterungs-Ökosystem (pgvector für Embeddings, PostGIS für Geo, pg_cron für geplante Jobs). Row-Level-Security-Richtlinien ermöglichen die Durchsetzung von Auth-Regeln auf Datenbankebene, was mächtig ist und den Bedarf an Servercode reduziert. Komplexe Abfragen und Berichte sind unkompliziert.
Firestore ist eine Dokumentendatenbank mit eingebauten Echtzeit-Abonnements im Datenmodell. Sie skaliert mühelos auf enorme Lesevolumen ohne Schema-Migrationen. Der Nachteil liegt im Abfragen: Firestore hat strenge Beschränkungen für zusammengesetzte Abfragen und Filter, viele Dinge erfordern Denormalisierung und doppelte Schreibvorgänge, und Analysen sind schwierig. Für Anwendungen mit komplexen Beziehungen gewinnt Postgres; für Anwendungen, die hauptsächlich Dokumentenlesungen in großem Umfang durchführen, ist Firestore oft einfacher.
Auth & Sicherheit
Beide bieten solide Authentifizierung. Supabase Auth (betrieben von GoTrue) unterstützt E‑Mail, OAuth (Google, GitHub, Apple, etc.), SSO via SAML, Magic Links und MFA. In Kombination mit Postgres RLS erhält man feingranulare Zeilen‑Sicherheit kostenlos. Firebase Auth unterstützt E‑Mail, OAuth, Telefon (SMS‑OTP ist hier deutlich stärker) und anonyme Authentifizierung und ist tief in Firebase Security Rules integriert. Firebase hat die Nase vorn, wenn Sie eine ausgereifte Telefon‑Authentifizierung benötigen; Supabase hat die Nase vorn, wenn Sie SQL‑gestützte Auth‑Logik wünschen.
Echtzeit & Funktionen
Die Echtzeit‑Listener von Firestore sind ihr Markenzeichen – ein Jahrzehnt im Produktionsbetrieb hat sie bei Skalierung extrem zuverlässig gemacht. Supabase Realtime (über Postgres‑logische Replikation und WebSocket‑Broadcast‑Kanäle) hat sich deutlich verbessert, hinkt aber bei Anwendungen mit Millionen gleichzeitiger Listener hinter Firestore her. Für typische SaaS‑Skalen sind beide ausreichend.
Firebase Cloud Functions laufen auf Googles Infrastruktur mit Node, Python und mehr. Supabase Edge Functions laufen global auf Deno Deploy. Die Firebase‑Plattform bietet tiefere Werkzeuge für Aufgaben wie geplante Jobs, Pub/Sub‑Integration und Cloud‑Tasks‑Orchestrierung.
Preise
Supabase Free Tier: 500 MB Datenbank, 1 GB Dateispeicher, 2 GB Bandbreite, 50 K MAU Auth. Pro beginnt bei 25 USD/Monat pro Projekt mit höheren Limits. Supabase‑Projekte pausieren nach 7 Tagen Inaktivität im Free Tier.
Firebase (Spark‑Plan) ist bis zu den Nutzungsgrenzen kostenlos: 1 GB Firestore‑Speicher, 50 K Lesevorgänge/Tag, 20 K Schreibvorgänge/Tag. Danach ist Blaze reines Pay‑as‑You‑Go. Firebase‑Preise können bei hohem Lesevolumen unvorhersehbar sein – die "1000 USD Firestore‑Rechnung"‑Horror‑Story ist real für Apps, die Lesevorgänge nicht sorgfältig gecacht haben. Supabase‑Modell mit Pauschalpreis ist einfacher zu budgetieren.
Vektor & KI
Supabase beinhaltet pgvector nativ, wodurch es eine erstklassige Vektordatenbank für RAG und semantische Suche ohne zusätzlichen Service ist. Firebase integriert sich mit Vertex AI und hat Vertex AI‑Erweiterungen für Firestore, aber Sie benötigen in der Regel eine separate Vektordatenbank für produktive KI‑Apps.
Open Source & Lock‑In
Supabase ist unter Apache 2.0 lizenziert und der gesamte Stack läuft über Docker lokal oder auf eigenen Servern. Wenn Supabase als Unternehmen verschwinden würde, hätten Sie immer noch eine Postgres‑Datenbank und die Open‑Source‑Services. Firebase ist proprietär; ein Wechsel von Firestore ist notorisch mühsam. Wenn Portabilität für Sie wichtig ist, gewinnt Supabase eindeutig.
Welches sollten Sie wählen?
Verwenden Sie Supabase, wenn Sie…
- SQL, Joins und relationale Integrität benötigen
- Vektorsuche oder das gesamte Postgres‑Ökosystem brauchen
- Open Source und Selbst‑Hosting schätzen
- vorhersagbare Pauschalpreise wollen
- hauptsächlich für Web bauen
Verwenden Sie Firebase, wenn Sie…
- iOS/Android‑Apps mit tiefen nativen SDKs ausliefern
- massive Echtzeit‑Listener benötigen
- nahe Integration mit Google Cloud wünschen
- auf Telefon‑Auth / SMS in großem Umfang angewiesen sind
- Pay‑as‑You‑Go‑Abrechnung bevorzugen
Unser Urteil
Für die meisten neuen Web‑ und Web+Mobile‑Apps im Jahr 2026 ist Supabase die Standardwahl – SQL, Open Source, pgvector und vorhersehbare Preise decken die Bedürfnisse von Indie‑Entwicklern und mittelgroßen SaaS‑Anbietern sehr gut ab. Firebase bleibt die stärkere Wahl für native mobile‑first‑Apps, Produkte mit massiver Echtzeit‑Verteilung oder Teams, die bereits tief im Google Cloud‑Ökosystem verwurzelt sind. Beide sind produktionsreif; die Wahl fällt meist auf "ob Sie SQL oder Dokumente bevorzugen" und "ob Sie sich über Vendor‑Lock‑In Sorgen".
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